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 Zahngesundheit bessert sich


 
10 Jahre LAGZ - 01.Juni 2002 im Elbepark Dresden

Zahnputzfest der LAGZ Sachsen e.V. im Elbepark Dresden anläßlich ihres 10. Geburtstages am 01. Juni 2002.


 

 Presseartikel

 
Zahngesundheit bessert sich
Landesarbeitsgemeinschaft feiert Jubiläum

Dresden. Fast jeder zweite Sechsjährige in Sachsen hat ein naturgesundes Gebiß. 49,6% der zwölfjährigen Schulkinder sind heute frei von Karies, das sind doppelt so viele Kinder wie vor sieben Jahren. Diese Zahlen legte die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (LAGZ) des Freistaates Sachsen e.V. anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens vor.
Aber noch rund 20 % der Kinder gehen nie zum Zahnarzt. Eine Lösung biete hier die Gruppenprophylaxe, bei der Zahnärzte direkt in Kindergärten und Schulen gehen.

Nach Aussage von Dr. Thomas Kühn, Vorsitzender der LAGZ Sachsen, wurden somit im vergangenen Jahr 288 300 Kinder in knapp 4000 Einrichtungen mindestens einmal pro Jahr betreut. Seit 1992 konnte der Betreuungsgrad von
34 % auf 82 % gesteigert und eine stete Verbesserung der Zähne bei Schulkindern registriert werden.

Problematischer sieht es dagegen bei Milchzähnen aus. Als einen Grund dafür nannte Prof. Dr. Alfred Treide, von der Universität Leipzig, die Saugflaschenkaries. Bei rund 10 Prozent der Kleinkinderzähne kommt es durch permanente Zuckerzufuhr zur Schädigung. Nach Treide finden sich die gesündesten Zähne Sachsens in Meißen. Oschatz belegte den letzten Platz. Im Vergleich mit anderen Bundesländern befindet sich Sachsen im vorderen Mittelfeld.

Ihr Jubiläum feiert die LAGZ am ersten Juni von 9.30 bis 14.30 Uhr im Elbepark ein Zahnputzfest „Schrubber gegen Bürste" mit einem Programm rund um die Zahngesundheit. (DNN 31.05.2002/ fro)

Karies auf dem Rückzug
Jugendzahnpflegeverein zieht positive Bilanz nach zehn Jahren Arbeit


Dresden. Die Zahngesundheit sächsischer Kinder und Jugendlicher hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Zu dieser Einschätzung kommt die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege Sachsen (LAGZ). Der Verein begeht in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum.

Den Angaben der LAGZ nach hat ungefähr jeder zweite sächsische Schulanfänger ein kerngesundes Gebiss ohne Karies (siehe Grafik). In den Klassenstufen 1 bis 6 habe sich die Karies-Verbreitung innerhalb von sieben Jahren halbiert. Der Verein führt das auch auf seine Arbeit der vergangenen Jahre zurück: Zahnärzte besuchen im Auftrag der LAGZ Kindergärten und Schulen. Die etwa 690 Mediziner erreichen dabei über 80 Prozent der Kinder in den Einrichtungen. Schwerpunkte der Arbeit sind dabei das Vermitteln von Mundhygiene und gesunder Ernährung sowie Verweisungen zu Zahnärzten.

GESÜNDERE ZÄHNE Anteil der 6-Jährigen mit gesundem Gebiss (unbehandelt) Finanziert werden diese Gruppenuntersuchungen hauptsächlich von den Krankenkassen. Diese haben seit 1993 insgesamt rund 10,7 Millionen Euro in das Projekt gesteckt, je zur Hälfte für Sachkosten sowie Honorare. Den Verwaltungsaufwand von 180 000 Euro jährlich teilen sich Krankenkassen und ärztliche Vereinigungen.
Sorgen bereite den Zahnmedizinern immer noch eine Gruppe von 20 Prozent der betreuten Kinder, auf die 80 Prozent der Karies-Fälle entfalle, sagte der Leipziger Professor Alfred Treide. Meist seien dies Kinder aus unteren sozialen Schichten. Dennoch zeigte sich Treide optimistisch: „Unser Ziel ist es, dass wir in fünf bis zehn Jahren sagen können: Karies ist besiegt." (SZ 31.05.2002/no)

 



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