|


Idee und Design: Bernd
Hanke - Gebrauchsgrafiker
Nach Jahren erfolgreicher Organisation
einer fast flächendeckenden
Gruppenprophylaxe in Sachsen hat sich
die LAGZ Sachsen 2006
entschlossen, weitere Partner mit ins
Boot zu holen, um vorhandene Ressourcen
zu bündeln und mögliche Synergieeffekte
zu nutzen. Mit dem Sächsischen
Hebammenverband wurde Ende 2006 eine
Vereinbarung über eine gemeinsame
Zusammenarbeit geschlossen.
So werden die sächsischen Hebammen jeden von ihnen ausgestellten
Mutterpass mit einem Aufkleber versehen,
der die Schwangere an den Zahnarztbesuch
erinnert. Weitere gemeinsame Aktivitäten
sind geplant.
Sorgen bereiten aber auch die Ergebnisse
im frühkindlichen Milchgebiss, die
bisherigen Programme setzen zu spät an.
Nur noch 80 % der Kinder mit drei Jahren
haben ein gesundes Gebiss. Die
Nuckelflaschenkaries (NFK) ist zur
häufigsten chronischen Erkrankung bei
den Zwei- Dreijährigen geworden.
Dabei kann mit einfachen
Verhaltensänderungen, wie das Weglassen
der Nuckelflaschen und Schnabeltassen,
die Gabe von Wasser statt gesüßten oder
fruchtsaure Flüssigkeiten der NFK
wirksam begegnet werden. Diese
Botschaften müssen jedoch bevor die
Milchzähne erkranken, an die
(potentiellen) Mütter, Väter und weitere
Multiplikatoren transportiert werden.
Kinderzahnärzte warnen Eltern vor
gesüßten Getränken aus der
Nuckelflasche-Aufklärungskampagne von
Staatsministerium für Soziales und LAGZ
Sachsen zur Prävention von
Nuckelflaschenkaries gestartet.
Am 27. April 2007 stellten
Gesundheitsstaatssekretär Dr. Albert
Hauser, Herr Dr. Thomas Breyer als
Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft
des Freistaates Sachsen e.V. und Herr
Prof. Dr. Norbert Krämer, Leiter der
Abteilung Kinderzahnheilkunde der TU
Dresden auf einer Pressekonferenz im
Universitätsklinikum Dresden eine
Kampagne zur Aufklärung über die
Gefahren des Dauernuckelns mit gesüßten
oder fruchtsauren Getränken vor.
Eindrucksvoll schilderte Herr Prof. Dr.
Krämer anhand von Fallbeispielen die
Auswirkungen frühkindlicher Karies und
machte deutlich, dass den betroffenen
Kindern oftmals die Schneidezähne
gezogen werden müssen. Erschwerend für
eine frühzeitige Diagnose ist, dass
diese Krankheit zunächst unbemerkt an
den Innenseiten der
Oberkieferschneidezähne beginnt und
deshalb für Laien schwer zu erkennen
ist. Alarmierend ist, dass die NFK
gegenwärtig ca. 10 % der Zwei- bis
Dreijährigen betrifft.
In 65
sächsischen Kinos lief 4 Wochen lang ein Aufklärungsspot
zur Vorbeugung frühkindlicher Karies und
ihrer Sonderform, der
Nuckelflaschenkaries (NFK). Die
Kampagne wurde von der Plakataktion mit
dem Slogan „Zuckerfrei!“ begleitet.
Schwangere und junge Mütter sollten in
Hebammenpraxen, bei Kinderärzten,
Gynäkologen und Zahnärzten auf die
Aktion aufmerksam gemacht werden.
|