|
Tipps und Informationen - Zahnbürsten

 |
Zahnbürste |
|
|

Die
richtige Zahnbürste:
- hat weiche oder mittelharte Borsten
und einen kurzen Bürstenkopf.
- mit flachem Bürstenfeld, damit das
Zahnfleisch nicht verletzt wird.
- wird ausgetauscht, wenn die Borsten
ausgefranst sind.
- Spätestens alle zwei Monate sollte die
alte Bürste durch eine neue
ersetzt werden.
|
 |
Umgang mit
Zahnbürsten |
|
Gibt es Empfehlungen zum Umgang mit
Zahnbürsten in
Kindergemeinschaftseinrichtungen?
Die Mundhöhle gehört zu den am
intensivsten bakteriell besiedelten
Regionen des Menschen. Zudem ist sie
durch die Aufnahme von Nahrung gegenüber
Mikroorganismen aus der Umwelt
grundsätzlich exponiert. Im Kindergarten
kommt es bekanntermaßen durch Speichel-
oder Tröpfcheninfektion immer wieder zu
Ansteckungen, wenn sich Kinder anniesen
oder anhusten. Auch beim Spielen kommt
es z. B. durch Spielzeug in den Mund
stecken immer wieder zu
Keimübertragungen, die mitunter zu
Infekten führen können.
Erfahrungsgemäß werden die dabei
übertragenen Keime rasch von der
körpereigenen Infektabwehr eliminiert.
Dieses Abwehrsystem unseres Körpers
beginnt in der Mundhöhle und verhindert,
dass jeder Kontakt mit
Infektionserregern auch tatsächlich eine
Erkrankung nach sich zieht.
Auch die benutzte Zahnbürste ist nach
dem Zähneputzen mit Mikroorganismen
kontaminiert, die üblicherweise zur
normalen Schleimhautflora des Mundes
gehören. Eine anschließende Vermehrung
von Bakterien und Pilzen soll durch
gründliches Ausspülen der Bürste mit
Leitungswasser und Trocknung bei
Raumtemperatur vermieden werden. Dennoch
können Keime mit der Zahnbürste
weitergegeben werden, genauso wie mit
Spielzeug oder durch persönlichen
Kontakt sowie in Form von Speichel- und
Tröpfcheninfektionen.
Aus diesem Grund haben sich eine
Vielzahl von Studien mit der Frage
beschäftigt, ob eine
Infektionsgefährdung von der Zahnbürste
ausgeht. Sie kommen zu dem Schluss, dass
eine Gefahr für die Übertragung
gefährlicher Krankheitserreger beim
Verwechseln von Zahnbürsten nicht
ersichtlich ist. Es sind keine Berichte
über virale oder bakterielle Infektionen
beim Verwechseln von Zahnbürsten
mitgeteilt worden.
Zahnbürsten sind keine Medizinprodukte,
sondern Bedarfsgegenstände des täglichen
Lebens, für die die Kosmetikverordnung
und übergeordnet das Lebensmittel- und
Bedarfsgegenständegesetz gilt. Die
Borstenstruktur handelsüblicher
Zahnbürsten ist so gestaltet, dass sie
aus glatten, gerundeten Nylonborsten
bestehen und somit die Anheftung von
Mikroorganismen erschweren. Zudem
besitzen Zahnpasten viele Bestandteile,
die eine antimikrobielle Wirksamkeit
besitzen und eine Hemmung des Wachstums
oraler Keime bewirken.
Für das tägliche Putzen im Kindergarten
sollten folgende Regeln beachtet werden.
o Jedes Kind hat seine eigene Zahnbürste
und seinen eigenen Becher.
o Nach dem Zähneputzen sollte die Bürste
gut unter fließendem Wasser ausgespült
werden.
o Aufbewahrung stehend mit dem Kopf nach
oben bei Zimmertemperatur.
o Zahnbürsten müssen spätestens nach
drei Monaten gewechselt werden, denn
abgenutzte bzw. zerkaute Bürsten haben
eine schlechtere Reinigungswirkung.
Nur in den Fällen, in denen die
Besorgnis der Eltern von
Kindergartenkindern über eine mögliche
Weitergabe von Krankheitserregern durch
vertauschte Zahnbürsten nicht
anderweitig zerstreut werden kann,
besteht die Möglichkeit der Reinigung
und weitgehender Keimbefreiung in der
Spülmaschine, obwohl diese im
Temperaturbereich von unter 60° C nicht
die hygienischen Anforderungen für
Medizinprodukte erfüllen. In
Kindergärten kommt deshalb folgendes
Verfahren als praktikables Vorgehen in
Betracht: Freitags werden die namentlich
gekennzeichneten Zahnbürsten in der nur
mit diesen beladenen Spülmaschine
gereinigt, getrocknet, gegebenenfalls
neu gekennzeichnet und stehen montags
wieder zum Zähneputzen zur Verfügung.
Mit freundlicher Genehmigung von:
Herausgeber:
http://www.rki.de
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13353 Berlin
Copyright © Robert Koch-Institut 2002.
Alle Rechte vorbehalten. 25.05.04

|
|
|
|