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Tipps und Informationen - Zahnunfall

 Zahnunfall

Was tun bei Zahnunfall?
Besonders im Sportunterricht und im normalen Schulalltag können Unfälle mit Zahnschäden passieren. Jeder verunfallte Zahn beim Kind im Wechselgebiss (5–12 Jahre) muss sofort versorgt werden, denn in einer Notfallsituation (Blut, Aufregung) ist für den Laien oft nicht zu erkennen, ob es sich um einen Milchzahn oder einen bleibenden Zahn handelt.
Damit ausgeschlagene Zähne wieder erfolgreich in den Kiefer zurückgepflanzt werden können, ist es wichtig, dass das Gewebe der Wurzel des ausgeschlagenen Zahnes keinen Schaden nimmt. Dabei kann der Einsatz einer Zahnrettungsbox helfen, in der ein ausgeschlagener Zahn bis zu 48 Stunden überleben kann.

Für alle Zahnunfälle gilt:
  • Ruhe bewahren und schnell handeln.
  • Zahn/Zahnstück suchen, es darf nicht austrocknen.
  • Nicht säubern.
  • Zahn/Zahnstück sofort in ein spezielles Transportmedium, z.B in eine Zahnrettungsbox legen.
  • Ist dies nicht möglich, kann der Zahn bzw. das Zahnfragment ebenfalls
    in folgende Flüssigkeiten gelegt werden (Achtung: max. 3–4 Stunden):
    - kalte H-Milch
    - physiologische Kochsalzlösung aus der Apotheke oder vom Arzt (Nicht selbst mischen)
    - eigenen Mund.
    - Völlig ungeeignet: trockene Aufbewahrung, z. B. im Taschentuch
    oder der Hand.
  • Bei starker Blutung Mull (Gaze) oder sauberes, fusselfreies
    Tuch aufdrücken, äußerlich kühlen (kalter Lappen reicht aus).
  • Sofort Vorstellung beim Zahnarzt oder in der Zahnklinik.
Seit Januar 2010 stattet die Unfallkasse Sachsen alle sächsischen Schulen und Schwimmbäder, in denen Schwimmunterricht stattfindet mit Zahnrettungsboxen aus.
Die Landeszahnärztekammer Sachsen, das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport und die LAGZ Sachsen e.V. unterstützen das Projekt.

 


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